Auch genannt Flap Peening oder Lamellen-Peening — dasselbe Verfahren, geregelt durch AMS 2590.
Flapper-Peening ist ein manuelles Peening-Verfahren mit einem rotierenden Werkzeug, das mit flexiblen Lappen (Flaps) bestückt ist, die mit Wolframkarbid- oder Sinterstahl-Partikeln beschichtet sind. Der Bediener führt das Werkzeug tangential zur Oberfläche bei kontrollierter Drehzahl (2.000-5.000 U/min) und konstantem Anpressdruck.
Der mechanische Effekt entspricht dem konventionellen Kugelstrahlen: plastische Oberflächenverformung, Erzeugung residueller Druckspannungen, Verbesserung der Ermüdungsfestigkeit. Das Besondere am Flapper ist die Möglichkeit, in komplexen Geometrien, an beengten Stellen oder direkt am Flugzeug in der Linienwartung zu arbeiten — dort, wo eine automatisierte Strahlkabine nicht eingesetzt werden kann.
Flapper-Peening ist durch AMS 2590 (Rotary Flap Peening of Metal Parts) normiert. Die Verfahrensqualifizierung erfordert eine Intensitätskurve auf Almen-Streifen, eine erneuerte Bedienerqualifizierung und eine chargenweise Rückverfolgbarkeit der Flapperköpfe.
Flapper Peening — im Werkstattalltag und in Spezifikationen auch Flap Peening genannt — bezeichnet dasselbe Verfahren: Beide Begriffe sind austauschbar. Kronos liefert außerdem Flap-Peening-Maschinen, Rotationswerkzeuge und Verbrauchsmaterial (Karbid-Flaps, Dorne), zusätzlich zu Ausführung und Schulung.