Flapper-Peening ist ein manuelles Peening-Verfahren mit einem rotierenden Werkzeug, das mit flexiblen Lappen (Flaps) bestückt ist, die mit Wolframkarbid- oder Sinterstahl-Partikeln beschichtet sind. Der Bediener führt das Werkzeug tangential zur Oberfläche bei kontrollierter Drehzahl (2.000-5.000 U/min) und konstantem Anpressdruck.
Der mechanische Effekt entspricht dem konventionellen Kugelstrahlen: plastische Oberflächenverformung, Erzeugung residueller Druckspannungen, Verbesserung der Ermüdungsfestigkeit. Das Besondere am Flapper ist die Möglichkeit, in komplexen Geometrien, an beengten Stellen oder direkt am Flugzeug in der Linienwartung zu arbeiten — dort, wo eine automatisierte Strahlkabine nicht eingesetzt werden kann.
Flapper-Peening ist durch AMS 2432 (manuelles Kugelstrahlen) und AMS 2546 (Luftfahrt-Flapper-Peening) normiert. Die Verfahrensqualifizierung erfordert eine Intensitätskurve auf Almen-Streifen, eine erneuerte Bedienerqualifizierung und eine chargenweise Rückverfolgbarkeit der Flapperköpfe.