HFMI (High Frequency Mechanical Impact) bezeichnet eine Verfahrensfamilie, die den Nahtübergang einer Schweißnaht mit einem kugelförmigen Eindringkörper bei hoher Frequenz (90 Hz bis 27 kHz je nach Technologie) schlägt. Jeder Aufprall formt den Nahtübergang leicht nach (Reduzierung der geometrischen Spannungskonzentration) und erzeugt tief reichende residuelle Druckspannungen (500 bis 1.500 µm).
Der Nahtübergang ist immer die Ermüdungsriss-Initiierungsstelle an hochfesten Stahl-Schweißnähten — die Kombination aus mikro-geometrischen Defekten und residuellen Zugspannungen macht ihn anfällig. HFMI kehrt diese Situation in einem einzigen Durchgang um.
Drei Technologien bestehen nebeneinander: PIT (Pneumatic Impact Treatment, Druckluft, 90-140 Hz), UIT (Ultrasonic Impact Treatment, piezoelektrischer Schallgeber, 27 kHz) und HiFIT (elektromechanische deutsche Lösung, 90-200 Hz). Alle sind konform zu IIW 2016 (International Institute of Welding), das die bewährten Praktiken formalisiert.