Nadel-Peening nutzt ein Bündel metallischer Nadeln, die durch ein pneumatisches Werkzeug (Nadel-Entroster) mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche projiziert werden. Jede Nadel erzeugt einen kleinen Eindruck; die Vielzahl der Einschläge erzeugt eine durchgehend kaltverfestigte Oberfläche mit moderaten bis hohen residuellen Druckspannungen.

Die Besonderheit des Nadel-Peenings ist sein Zugang zu stark beengten Geometrien (Tuben-Innenschweißungen, Übergangsradien, scharfe Winkel), wo weder Shot Peening noch Flapper operieren können. Der hohe Geräuschpegel und das Werkstatt-/Baustellenumfeld bestimmen die Einsatzbereiche vor allem in Marine-, Bahn-, Energie- und Öl-&-Gas-Anwendungen.

Referenzen: DIN EN 1011-2 (Schweißen von Baustahl), IIW-Empfehlungen und Offshore-OEM-Best-Practices (ABS, DNV-GL).